Website-Icon diabetes-news

Entscheidung bei NovoNordisk

Hallo liebe Diabetes-Kids, Eltern und Interessierte,

Auch wenn euch diese Angelegenheit nicht direkt betrifft, brauchen wir hier dringend eure aktive Unterstützung. Nach Lilly im Jahr 2005 hat nun auch die Firma NovoNordisk Anfang Mai die Abkündigung des Insulins in der Verdünnung U40 (40E/ml) zum Oktober 2007 bekannt gegeben und dies ist gerade für die kleinsten Diabetes-Kids ein großes Problem. Nach unserer großen Umfrage im Jahr 2006, an der über 620 Kinder mit Diabetes teilnahmen, verwenden sage und schreibe 35% aller Kleinkinder im Alter von 0 – 5 Jahren mit Diabetes genau dieses Insulin und hätten durch die Abkündigung sehr große Probleme. Was können wir tun? Alle Details findet ihr unter www.diabetes-kids.de/ProU40.html. Alle Medien sind herzlich dazu eingeladen, bei dieser Aktion mitzumachen. Der Text in diesem Aufruf kann frei verwendet werden. Die Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Diabetologie, kurz AGPD, unterstützt diese Aktion für die Erhaltung dieses, für die Kinderdiabetologie, sehr wichtigen Medikaments in Deutschland. Stand der Dinge: Nach der Vorankündigung dieser Aktion bei NovoNordisk wurden wir umgehend zu einem Gespräch in die deutsche Konzernzentrale eingeladen, welches in sehr freundlicher und offener Atmosphäre am 6. Juli stattfand. Bei diesem Gespräch hat die Geschäftsleitung uns informiert, dass NovoNordisk in diesen Tagen eine entsprechende Studie in Auftrag geben wird. Allerdings wird das Endergebnis dieser Studie wohl erst vorliegen, wenn U40 Insulin von NovoNordisk bereits nicht mehr verfügbar sein wird. Eine Wiederaufnahme der Produktion, welche defakto schon vor dem Jahr 2005 und wohl aufgrund einer Empfehlung der IDF eingestellt wurde, ist nach Aussage von NovoNordisk nicht mehr möglich. Wichtiger Hinweis von Diabetes-Kids.de: Wir möchten hiermit ausdrücklich klarstellen, dass wir uns nicht gegen das Unternehmen Novo Nordisk stellen. Im Gegenteil, wir halten Novo Nordisk für ein sehr seriöses und zuverlässiges Unternehmen mit großem sozialen Engagement und hohen ethischen Grundsätzen. So sehr wir die wirtschaftlichen Beweggründe für diesen Schritt auch nachvollziehen können, ist dies ein Schritt, der das Wichtigste in unserer Gesellschaft, nämlich unsere Kinder, benachteiligt. Dies steht nach unserer Meinung in grobem Widerspruch zu den Grundsätzen dieses Unternehmens.
Die mobile Version verlassen