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Diabetesrisiko genetisch geprägt

Eine genetische Variante, die bei ca. 20 Prozent der Bevölkerung vorkommt, führt dazu, dass die betroffenen Menschen nach einer Mahlzeit eine bis zu 40 Prozent höhere Insulinausschüttung haben.

Wahrscheinlich haben diese Menschen ein vermindertes Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Allerdings sprechen Patienten mit diesem Gen (genauer: dieser DNA-Variante) schlechter auf eine Behandlung mit den blutzuckersenkenden DPP4-Inhibitoren (Gliptine) an.

Erklärt wird dieser Zusammenhang damit, dass diese DNA-Variante in räumlicher Nähe zur DNA ist, die für die für die Codierung des Verdauungsenzyms „Chymotrypsin“ verantwortlich ist. Eine Aktivierung dieser benachbarten Gene führt neben einer höheren Insulinausschüttung auch zu einer verstärkten Aktivität von Chymotrypsin im Darm. Die Enzymaktivierung steht wiederum in Zusammenhang mit einer Wirkungs-minderung der blutzuckersenkenden DPP4-Inhibitoren.

Das Wissen um diese genetischen Zusammenhänge biete neue Ansatzpunkte für eine individualisierte Diabetesprävention und Diabetestherapie.

Ärzte Zeitung, 29.08.2013

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