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Statine: Senkung des LDL-Cholesterins

Statine hemmen die Erzeugung von Cholesterin in der Leber. Mit den Statinen lassen sich die LDL- Cholesterinwerte um 30-40 % senken.

Die Senkung ist dosisabhängig. Eine Verdopplung der Dosis des Statins führt leider nicht zu einer Halbierung des Cholesterins, sondern lediglich zu einer Absenkung um 6 % (rule of six). Statine senken das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und periphere arterielle Verschlusskrankheit. Eine Absenkung des LDL-C um 40 mg/dl reduziert das Risiko für koronare Ereignisse um 23 % und für Schlaganfälle um 17 %.

Mögliche Nebenwirkungen von Statinen

Statine sind nicht ohne Nebenwirkungen. Insbesondere bei Dosissteigerung können die Leberwerte ansteigen. Besonders gefürchtet ist der Muskelzerfall. Die Patienten bekommen Schmerzen in der Muskulatur, im fortgeschrittenen Stadium zerfällt die Muskulatur und die Zerfallsprodukte verstopfen die Nieren, so dass es zu lebensgefährlichem Nierenversagen kommen kann. Daher sollte eine Therapie mit Statinen überwacht werden. Die Leberwerte müssen regelmäßig kontrolliert werden. Um festzustellen ob ein Muskelzerfall vorliegt, wird ein Laborwert, die CK bestimmt. Diese Nebenwirkungen sollten Sie jedoch nicht abhalten, ein Statin zu nehmen. Die Nebenwirkungen sind selten und stehen in keinem Verhältnis zum Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bei entsprechender Konstellation zu bekommen.

Statine und Typ 2 Diabetes

Statine erhöhen leicht das Risiko, einen Diabetes mellitus Typ 2 zu bekommen. Dies bedeutet nicht, dass durch Verzicht der Statineinnahme der Diabetes verhindert werden kann. Die Patienten bekommen den Diabetes lediglich etwas früher. Fast alle Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 haben ein Metabolisches Syndrom, das heißt einen Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörungen und eine gestörte Glucosetoleranz. Diese Patienten haben ein stark erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt bereits Jahre vor der Diagnosestellung des Diabetes an. Eines der wirksamsten Mittel dieses Risiko zu vermindern, ist eine Behandlung mit Statinen. Insbesondere bei Patienten, die bereits ein Herzinfarkt hatten, ist zur Vermeidung eines weiteren Infarkts, der tödlich enden kann, ein Statin unbedingt erforderlich. Die Entscheidung, ob ein Statin genommen wird, sollte daher von der Risikokonstellation abhängig gemacht werden. Hierbei ist das Risiko, etwas früher einen Diabetes zu bekommen, vernachlässigbar. Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, die auch Endorganschäden haben, zählen nach den europäischen Leitlinien zu den Betroffenen mit dem höchsten kardiovaskulären Risiko. Bei diesen Patienten sollte ein LDL kleiner 70 mg% erreicht werden. Patienten mit Diabetes mellitus ohne weitere Risikofaktoren haben ein sehr hohes Risiko und es sollte ein LDL wird kleiner 100 m % erreicht werden. Bei Patienten mit fortschreitendem kardiovaskulärem Risiko wird ein LDL kleiner 55 mg% empfohlen.

Zur Behandlung stehen verschiedene Statine zur Verfügung: Atorvastatin, Rosuvastatin, Simvastatin, Pravastatin und Fluvastatin. Pravastatin und Simvastatin sollen abends eingenommen werden. Leider führt dies dazu, dass die Einnahme häufig vergessen wird. Pravastatin und Simvastatin sind nicht kostengünstiger als Atorvastatin und Rosuvastatin, aber Atorvastatin und Rosuvastatin sind wesentlich wirksamer. Wir empfehlen daher, die Behandlung mit Atorvastatin oder Rosuvastatin zu beginnen. Bei Auftreten von Myalgien unter der Behandlung mit Atorvastatin sollte ein Versuch mit Rosuvastatin durchgeführt werden.

Es gibt Patienten die auf alle Statine mit Muskelschmerzen reagieren. Gehören diese Patienten zu der Gruppe mit hohem kardiovaskulären Risiko besteht die Indikation für die Behandlung mit einem PSCK9 Inhibitor oder PSCK9 Synthesehemmer.

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