Fallbericht

Therapie von Diabetes mellitus Typ 1 mit autologen, adulten Stammzellen

2002 wurde bei dem damals 34-jährigen Sven F. ein Typ-1-Diabetes diagnostiziert. Eingestellt wurde er zunächst mithilfe von Levemir® (2 x 9 IE/Tag) und NovoRapid® (insgesamt ca. 20 IE täglich). Obwohl der Patient seine Blutglukosewerte sehr sensibel kontrollierte, entwickelte sich mit der Zeit eine zunehmende Polyneuropathie in Beinen und Armen, welche sich durch Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schwäche bemerkbar machte. Zudem beobachtete der Patient eine deutliche Abnahme seiner Konzentrationsfähigkeit.

Sven F., der bis dahin regelmäßig Sport getrieben hatte, fühlte sich durch diesen Krankheitsverlauf sehr stark in seiner Lebensqualität beeinträchtigt. Deshalb suchte er selbstständig nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten seiner Erkrankung und stellte sich letztlich im XCell-Center in Köln vor. Die Voruntersuchung ergab, dass die Therapie mit körpereigenen Stammzellen bei ihm durchführbar ist.

Die Transplantation der Stammzellen erfolgte im Mai 2007. Mithilfe eines angiographischen Verfahrens wurden die konzentrierten Stammzellen über einen Katheter in der Leiste direkt in den Pankreas injiziert. Zur Abschwächung der Immunreaktion erhielt der Patient die ersten Tage nach der Transplantation zusätzlich Cortison (Prednisolon). Die Nebenwirkungen der Transplantation – leichte Schmerzen in der Leistengegend, infolge der Katheterisierung sowie Druckgefühle im Bauchraum, die durch das Cortison verursacht wurden – verschwanden innerhalb der ersten drei Wochen nach dem Eingriff. Gleichzeitig verringerten sich die Beschwerden in den Armen und Beinen, so dass ein leichtes Lauftraining ab der vierten Woche nach der Transplantation wieder möglich war.

Ab der fünften Woche waren die Beschwerden in den Armen und Beinen fast gänzlich verschwunden, der Patient bemerkte ferner eine Verbesserung seiner Konzentrationsfähigkeit und eine Verringerung seines Insulinverbrauchs: So reduzierte er das Langzeitinsulin auf täglich 2 x 5 IE und auch von dem kurzwirksamen Mahlzeiteninsulin benötigte er nur noch die Hälfte der ursprünglichen Dosis.

Drei Monate nach der Transplantation konnte Sven F. wieder ausgiebig joggen und auch kürzere und längere Zwischensprints einlegen. Heute, rund vier Monate später, benötigt er kein Langzeitinsulin mehr, seinen Blutzuckerspiegel hält er mit täglich 5-9 IE NovoRapid® relativ stabil zwischen 85-110 mg/dl.


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