TV

Bayern2 (Radio), Donnerstag, 9. März 2017, 15.05 – 16.00 Uhr

u.a.: Prävention – Tatsächlich mehr Gesundheit?

Krebs, Augeninnendruck, Diabetes, oder Grippe, für Präventionsmaßnahmen gegen diese Krankheiten geben wir immer mehr Geld aus. Der Gedanke dahinter klingt einleuchtend: Je eher eine Krankheit entdeckt wird, desto größer ist die Chance, sie erfolgreich zu bekämpfen. Aber das stimmt nicht immer. Deshalb sind z.B. die Screenings auf Brustkrebs, Prostatakrebs oder Hautkrebs in die Kritik geraten. Und auch viele der sogenannten IGeL-Leistungen, die die Patienten selbst zahlen müssen, um bestimmte Krankheiten früher erkennen zu können, halten wissenschaftlich nicht, was sie versprechen. Was aber bedeutet das? Werden wir gesünder durch die Präventionsmaßnahmen? Sterben weniger Menschen an diesen Krankheiten? Welche Maßnahmen sind nützlich, welche aber schädlich?

TV Tipps zu Diabetes

arte, Montag, 6. März 2017, 11.30 – 12.25 Uhr

Der Inselstaat Tonga liegt im Südpazifik. Das milde Klima und die tropische Landschaft machen das Königreich zu einem Traumziel für Reisende. Doch die Idylle trügt. 92 Prozent der Bevölkerung Tongas leiden an Übergewicht. Mehr als die Hälfte von ihnen stirbt an Diabetes und ihren Folgen. Armut, Hoffnungslosigkeit und mangelnde medizinische Versorgung veranlassen seit vielen Jahren immer mehr Bewohner zur Auswanderung. Sie suchen ihr Heil in Neuseeland, in Australien oder in den USA. Wer zurück-bleibt, versucht sich einzurichten. Die einen leben von Fischfang und Ackerbau, andere bauen vor allem auf die Geldüberweisungen von Familienangehörigen aus dem Ausland. „360° Geo Reportage“ fragt, ob es überhaupt noch eine Zukunft für Tongas Kinder im eigenen Land gibt. Fipe Paea ist Diabetikerin. Sie hat bereits ein Bein verloren und leidet an chronischem Nierenversagen. Nur im Ausland gibt es für sie die rettende Dialysebehandlung. Wie Fipe Paea stehen jährlich etwa 200 Nierenpatienten in Tonga vor der Entscheidung auszuwandern oder zu sterben. Doch nur wenige haben eine Chance auf Auswanderung.

TV Tipps zu Diabetes

arte, Samstag, 4. März 2017, 19.30 – 20.15 Uhr

Krankheiten wie Arthritis oder Diabetes entstehen gemäß Ayurveda durch toxische Stoffe, wenn die drei biophysiologischen Kräfte des Körpers – die sogenannten Doshas – aus dem Gleichgewicht geraten. Diese strömen dann in fremde Körperareale und lagern mitgeführte Giftstoffe ab. Die Banaras Hindu University im indischen Varanasi lehrt neben moderner auch ayurvedische Medizin. Medizinstudenten lernen hier die Errungenschaften der modernen Medizin mit der jahrtausendealten Ayurveda-Lehre zu verknüpfen. Amrit Godbole arbeitet als Assistenzarzt der Ayurveda-Fakultät an der Universitätsklinik in Varanasi. Seine Patientin Aruna leidet an chronischer Arthritis, Körper und Gelenke sind schwer gezeichnet. Die moderne Schulmedizin hat darauf keine Antwort. Krankheiten entstehen laut Ayurveda, wenn die drei Säulen der physiologischen Regulation sämtlicher Körperfunktionen, die sogenannten Doshas, aus dem Gleichgewicht geraten. Dieses Ungleichgewicht beginnt im Magen-Darm-Trakt, darum beginnen die ayurvedischen Behandlungen mit einer Darmentleerung, daran schließt sich eine intensiven Wärmebehandlung, um den Stoff-wechsel anzuregen, unterstützt von Massagen und bestimmten Kräutermixturen. Die Behandlungen bei Aruna zeigen erstaunliche Erfolge.

WDR Fernsehen, Mittwoch, 22. Februar 2017, 21.00 – 21.45 Uhr

u.a.: Tanja W. fühlt sich mit ihrer Krankheit nicht ernst genommen. Die Schilddrüsenunterfunktion sieht man ihr nicht an. Doch sie fühlt sich müde, unausgeglichen – und nimmt zu, obwohl sie eigentlich normal isst. Für die meisten Ärzte ist Ernährung bei dieser Diagnose kein großes Thema. Für Anne Fleck und ihre Kollegen schon: Denn die „Hashimoto-Thyreopathie“ ist keine Erkrankung der Schilddrüse, sondern des Immunsystems. Und das wird stark von der Darmflora beeinflusst. Die 38-Jährige soll zunächst 14 Tage Intervallfasten. Und sie soll glutenfrei essen – Studien aus den USA zeigen, dass jeder zweite Hashimoto-Patient eine Gluten-Unverträglichkeit hat. Außerdem empfehlen die Ernährungs-Docs fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Schmand, aber auch Sauerkraut oder Brottrunk. Wird die zweifache Mutter die Umstellung schaffen? Und wird es ihr besser gehen?

ZDF, Sonntag, 19. Februar 2017, 16.30 – 17.10 Uhr

Die Menschheit wird immer dicker. Fast ein Zehntel der Weltbevölkerung gilt heute als übergewichtig. Der Hauptgrund: Industriell gefertigte Lebensmittel erobern die Welt. Ein riesiges Geschäft für die multinationalen Lebensmittelkonzerne, vor allem in den

Wachstumsmärkten der Schwellen- und Entwicklungsländer. Kekse, Cola und Fertigprodukte mit viel Zucker, Salz oder Geschmacksverstärkern ersetzen vielerorts traditionelles Essen.

Davor warnt Prof. Dr. Carlos Monteiro. Der Brasilianer ist Berater der Weltgesundheitsorganisation, Ernährungswissenschaftler und Kinderarzt. Er forscht schon lange zu den Zusammenhängen zwischen Armut und Übergewicht. Gesellschaften, die früher an Mangelernährung und Untergewicht litten, bekommen nun Probleme mit Zivilisationskrankheiten. Bei einer Bevölkerung von 200 Millionen haben in Brasilien rund 40 Millionen Menschen Übergewicht, und 14 Millionen leiden an ernährungsbedingtem Diabetes.

hr-fernsehen, Mittwoch, 22. Februar 2017, 21.00 – 21.45 Uhr

Softdrinks und Limonaden ohne Reue – sprich ohne Zucker: Light-Produkte machen es möglich. Das versprechen zumindest die Hersteller. Aber sind Light-Getränke tatsächlich eine so gute Idee, wenn man gesünder leben will? Diversen Studien zufolge können künstlich gesüßte Getränke das Risiko für Infarkte, Diabetes und Krebs deutlich erhöhen. Sie sollen sogar insgesamt zu mehr Übergewicht führen als zuckerhaltige Softdrinks. Was ist da dran? Das ist bei „Alles Wissen“ zu erfahren.

Bayern2 (Radio), Samstag, 18. Februar 2017, 12.05 – 13.00 Uhr

Mit Prof. Markus Gosch, Chefarzt Geriatrie Klinikum Nürnberg, und Sonja Stipanitz, Patientenbeauftragte des Bayerischen Apothekerverbandes

Blutdruckmittel, Blutfettsenker, etwas gegen Parkinson, vielleicht ein Antidepressivum und außerdem Schmerzmittel. Dazu Magnesium gegen Krämpfe und Vitamin D für Haut und Knochen… beim älteren Menschen kommt schnell eine ganze Liste an Medikamenten zusammen – und jedes hat unter Umständen Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Präparaten. Können wir überhaupt überblicken, was passiert, wenn man dem Körper das auf Dauer zumutet? Ist das alles sinnvoll? Im Gesundheitsgespräch (0800/246 246 9) sprechen der Geriater Prof. Markus Gosch und die Apothekerin Sonja Stipanitz über Wechselwirkungen von Medikamenten im Alter.

Bayern2 (Radio), Donnerstag, 16. Februar 2017, 15.05 – 16.00 Uhr

u.a.: Unser Darm – Das zweite Gehirn

Es klingt unglaublich: Eine Billion Einzeller stecken in jedem Gramm Darminhalt. Dass diese Bakterien dabei helfen, unsere Nahrung zu verdauen, ist lange bekannt. Doch erst in jüngster Zeit machen Forscher Inventur um herauszufinden, welche Lebewesen es eigentlich sind, die sich in uns so wohl fühlen. Die erste Überraschung: Unsere Darmflora ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Jeder hat seinen eigenen Bakterien-„Cocktail“ in dem acht Meter langen Muskelschlauch. Gerät die Zusammensetzung aus den Fugen, hat das Folgen: Fettleibigkeit oder Diabetes können entstehen, die Psyche und das Immunsystem werden anfälliger. Denn die Körperabwehr und das Nervensystem sind eng mit unserem Darm verbunden, wie immer mehr Forschungsergebnisse zeigen.

TV Tipps zu Diabetes

arte, Freitag, 10. Februar 2017, 17.00 – 17.30 Uhr

Was macht uns zu dem, was wir sind – Gene oder Umwelt? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft schon seit langem. Forscher haben nun herausgefunden: Umwelt und Gene sind viel enger verwoben als bisher gedacht. Epigenetik heißt das noch junge Forschungsfeld, das sich mit der Frage beschäftigt, ob unsere Lebensweise, wie zum Beispiel die Ernährung oder sportliche Aktivität, unsere Gene beeinflusst. „Xenius“ will herausfinden: Können wir unser Erbgut tatsächlich steuern und wenn ja, was bedeutet das für uns? Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard suchen am Institut Albert Bonniot in Grenoble nach Antworten. Hier wollen Forscher mit einer Studie an schwangeren Frauen und ihren Kindern herausfinden, inwieweit Luftverschmutzung die Gene der Mütter beeinflussen kann und ob diese Veränderungen auch an die Kinder weitervererbt werden. Dass der Lebensstil die Gene beeinflusst, haben Wissenschaftler an Mäusen bewiesen. Sie fütterten die Tiere sechs Wochen lang mit einer kalorienreichen Kost. Als Folge der falschen Ernährung wurden die Tiere fett und entwickelten eine Vorstufe von Diabetes. Die Forscher konnten zeigen, dass die fettreiche Ernährung die Genaktivität der Mäuse beeinflusst. Und diese Veränderung vererbten sie weiter an ihre Nachkommen – und damit auch die Neigung für Übergewicht und Diabetes.