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Diagnose: Wer ist zuckerkrank?
Zuckerkrank ist, wer nüchtern im Plasma des venösen Blutes eine Zuckerkonzentration über 126 mg/dl hat. Nach den Empfehlungen der WHO und BGB soll die Diagnose nur aus dem Plasma des venösen Blutes gestellt werden. Das Blutplasma ist der flüssige Teil des Blutes ohne seine festen Bestandteile wie die roten und weißen Blutkörperchen.
Eine andere Möglichkeit Zuckerkrankheit festzustellen ist der sogenannte "Glucosetoleranztest": Hier werden nüchtern 75 Gramm Glucose eingenommen. Wer nach 2 Std. einen Blutzucker über 200 mg/dl hat, ist zuckerkrank.
Auf die Durchführung des oralen Glucose-toleranztestes wird heute meist verzichtet. Es wird einfach der HbA1c gemessen. Der HbA1c ist der Anteil des Roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin), der mit Zucker eine Verbindung eingegangen ist. Er wird auch Langzeit- Blutzuckerwert genannt. Er gibt Auskunft über den durchschnittlichen Blutzuckerwert in den letzten acht Wochen. Ein Prädiabetes oder eine pathologische Glucosetoleranz liegt vor, wenn der HbA1c zwischen 5,7 % und 6,4 % liegt. Ist der HbA1c über 6,5 %, liegt ein Diabetes vor.
Das Vorliegen eines Blutzuckers über 200 mg/dl zu einem beliebigen Tageszeitpunkt abgenommen, spricht ebenfalls für das Vorliegen eines Diabetes.
Die Untersuchungen sollten durchgeführt werden, wenn typische Symptome vorliegen.
Typische Beschwerden sind:
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Haben Sie eines oder mehrere dieser Symptome, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt zur Überprüfung der Blutzuckerwerte aufsuchen.
Oft wird die Zuckerkrankheit jedoch zufällig festgestellt, da wenig erhöhte Blutzuckerwerte keine Beschwerden verursachen: Viele sind zuckerkrank, ohne es zu merken.
Wie unterscheide ich Diabetes Typ 1 von Diabetes Typ 2?
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sind überwiegend schlank und die typischen Beschwerden treten sehr plötzlich auf. Häufig bekommen die Patienten auch eine Ketoazidose mit Koma und müssen stationär aufgenommen werden.
Die Diagnose wird gesichert durch die Bestimmung von Insulin und C-Peptid. Diese sind bei Typ 1 Diabetes niedrig. Da es beim Typ 1 Diabetes sich um einen Autoimmunprozess handelt, gibt es r Antikörper, die die Diagnose sichern. In der Praxis ist die Bestimmung der GAD Antikörper und der IA-2 Antikörper ausreichend. Sind diese erhöht liegt ein Diabetes mellitus Typ 1 vor.
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind fast alle übergewichtig. Häufig wird der Diabetes im Anfangsstadium gar nicht bemerkt. Die typischen Symptome stellen sich erst spät ein. Daher wird der Diabetes häufig als Zufallsbefund mit einer Blutzuckermessung festgestellt. Die meisten Patienten haben ein Metabolisches Syndrom und daher zusätzlich noch einen Bluthochdruck und eine Fettstoffwechselstörung. Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörung treten häufig schon vor der Erhöhung der Blutzuckerwerte auf. Insulin und C-Peptid sind bei diesen Patienten im Anfangsstadium erhöht. Erhöhte Insulin und C-Peptid Werte schließen ein Diabetes mellitus Typ 1 aus.
Beim LADA, dem Autoimmundiabetes des älteren Erwachsenen kann die Diagnosestellung schwierig sein. Ein Hinweis auf das Vorliegen eines LADA kann sein, wenn die Behandlung mit Tabletten nur kurzfristig erfolgreich ist und der Patient sehr schnell auf Insulin eingestellt werden muss.

