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Wissen

Kinder und Jugendliche

Der Diabetes im Kindes und Jugendalter unterscheidet sich in der Klassifikation nicht von der Einteilung des Erwachsenen. Bei Kindern und Jugendlichen handelt es sich jedoch in über 95 % um einen Diabetes mellitus Typ 1.

Bei Kindern und Jugendlichen treten die Auswirkungen und Symptome des Insulinmangels häufig viel heftiger auf, wie bei Erwachsenen. Daher sind Kinder und Jugendliche stärker gefährdet, dass sie ein ketoazidotisches Koma durch die Blutzuckerentgleisung bekommen. Die wichtigsten Symptome sind starkes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Leistungsminderung, Heißhunger, Schwitzen und Wadenkrämpfe. Treten diese Symptome bei Kindern auf, sollte eine Blutzuckerbestimmung durchgeführt werden.

Die Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 1 bei einem Kind oder einen Jugendlichen ist für die Familie ein schwer wiegendes Ereignis. Die Betreuung ist sehr aufwändig und erfordert immer die Einbeziehung der gesamten Familie. 

Durch die Zunahme der Adipositas im Kindes und Jugendalter treten auch immer mehr Fälle von Diabetes mellitus Typ 2 bei Kinder und Jugendlichen auf. Dies betrifft zurzeit 1 bis 2 % der Jugendlichen mit Diabetes. Der Diabetes im Kindes und Jugendalter wird zunehmen und eine schwere, künftige, gesundheitspolitische Herausforderung sein. Auch diese Patienten sollten in einem interdisziplinären Team, bestehend aus Diabetesberater/in, Ernährungsberater/in, Pädiater/innen und Diabetologen/innen  betreut werden. Evaluierte strukturierte Konzepte, wie wir in Zukunft mit diesem Problem umgehen, gibt es noch nicht. 

Das folgende Kapitel beschäftigt sich ausschließlich mit Diabetes mellitus Typ 1.