Münchner Adipositas-Tage
Warum ist abnehmen so schwer?
Mit kleinen Schritten beginnen
Abnehmen ist nicht leicht: Zu starke Erwartungen und die Einschränkungen beim Abnehmen sind für die meisten längerfristig nicht erfüllbar. Sylvia Baeck vom Berliner Beratungszentrum für Menschen mit Eßstörungen rät daher zu kleinen Schritten: Bewußteres Essen, längeres Kauen und Schmecken, kein Fernsehen oder Zeitunglesen beim Essen. Besonders wichtig ist mehr Bewegung. Ziel für viele ist zunächst, nicht weiter zuzunehmen. Realistisch ist in fachlich angeleiteten Sebsthilfegruppen eine langfristige Gewichtsabnahme von 2-3 kg pro Jahr.
Fehler erkennen
Jeder Übergewichtige sollte erkennen, welches Fehlverhalten (z.B. Eßattacken als Reaktion auf Streß) und welche seelischen Schwierigkeiten zum Übergewicht geführt haben.
Lebensqualität erhalten
Jede Diät soll so ausgerichtet sein, dass sie die Lebensqualität nicht mindert. Sie muß auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Ansonsten führt sie nicht zu anhaltendem Erfolg.
Wichtig ist Bewegung
Der Organismus verliert unter einer Diät nicht nur Körperfett, sondern auch Muskelmasse und zwar im Verhältnis von ca. 7:3. Da mit der Muskelmasse auch der Energieumsatz abnimmt, muß mit jedem verlorenen Pfund auch die Kalorienzufuhr weiter gedrosselt werden, damit das Gewicht gehalten werden kann. Bewegung erhöht die Muskelmasse und den Kalorienverbrauch. Sie verhindert den gefürchteten Rückfall ins Ausgangsgewicht: den sogenannten Jojo-Effekt. Um die Muskelmasse zu erhalten muß man sich also zusätzlich zur Diät mehr bewegen.
Quelle: Ärztezeitung
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