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Nabelschnurblut hilft Kindern mit Diabetes

Bessere Blutwerte und weniger Insulin nach Gabe von eigenem Nabelschnurblut

Ein US-Forscherteam hat im Rahmen einer Pilotstudie (1) acht Kinder mit frisch diagnostizierter Zuckerkrankheit (Diabetes) erstmals weltweit mit ihrem eigenen Nabelschnurblut behandelt. Das Nabelschnurblut hatten die Eltern bei der Geburt der Kinder vorsorglich einlagern lassen. Die Absicht der Ärzte, mit der Gabe des Blutes die Symptome der Zuckerkrankheit zu lindern, hat sich erfüllt und lässt für die Zukunft hoffen:

Nach einem halben Jahr zeigte sich bei der Gruppe der behandelten Kinder im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe eine deutliche Senkung eines Blutwertes, der den Verlauf des Blutzuckers über mehrere Wochen anzeigt (HbA1c von 8,04 auf 7 Prozent). Außerdem benötigten sie deutlich weniger Insulin pro Tag als die Kinder, die nicht mit Nabelschnurblut behandelt wurden.

Beim kindlichen oder auch juvenilen Diabetes greift das eigene Abwehrsystem die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an. Das zum Transport von Zucker (Glukose) in die Körperzellen notwendige Hormon Insulin wird nur unzureichend oder gar nicht mehr produziert, und Zucker reichert sich im Blut an. Ohne von außen zugeführtes Insulin kann der Organismus nicht überleben.

Die Forscher gehen davon aus, dass regulierende Immunzellen im Nabelschnurblut die weitere Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen verhindern und das außer Kontrolle geratene eigene Abwehrsystem in Schach halten. "Diese ersten Daten sind sehr erfreulich und bestätigen Beobachtungen, die seit längerem aus Tierexperimenten bekannt sind. Selbst wenn es nur gelänge, die restlichen Insulin produzierenden Zellen zu erhalten, wäre dies ein großer Gewinn für die meist jugendlichen Patienten. - Die Forschung muss unbedingt in dieser Richtung fortgesetzt werden", kommentiert Dr. Eberhard Lampeter, Arzt und Vorstandsvorsitzender der VITA 34 AG die Studie. Er war selbst jahrelang in der Diabetes-Forschung tätig. Die Wissenschaftler hoffen nun, diese Zellen genauer zu identifizieren und die Behandlungsmöglichkeiten zu erweitern, um Menschen mit Diabetes zu helfen.


Die Leipziger Nabelschnurblutbank VITA 34 bietet die Aufbewahrung von Nabelschnurblut für das eigene Kind seit 1997 an. Inzwischen lagern im firmeneigenen Labor mehr als 43.000 Nabelschnurblut-Präparate. Damit ist VITA 34 die größte private Nabelschnurblutbank im deutschsprachigen Raum.

(1) Die Studie wurde im Juni 2007 auf dem Kongress der amerikanischen Diabetes-Gesellschaft in Chicago vorgestellt: Haller et al.; American Diabetes Associations 67th Scientific Sessions, June 22-26, 2007, Chicago, Abstract Numbers 0313-OR and 0314-OR Insulin Requirements, HbA1c, and Stimulated C-peptide following Autologous Umbilical Cord Blood Transfusion in Children with T1D

[16.08.2007] Quelle: VITA 34

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