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Nur ein informierter Patient kann klug handeln

"Diabetes 2007" am 25. Februar in Münster: Experten klären Betroffene auf

Viele Menschen denken:
"Diabetes? Zucker?
Habe ich nichts mit zu tun."
Dabei ist der Diabetes auf dem Weg zur Volkskrankheit Nummer eins. Jeder kann betroffen sein. Übergewicht, die falsche Ernährung und Bewegungsmangel sind Hauptursachen von Diabetes Typ 2, der inzwischen längst nicht mehr nur alte Menschen betrifft. "Daher sind Früherkennung und eigenverantwortliches Handeln so wichtig", sagte Martin Hadder, Landesvorsitzender NRW des Deutschen Diabetiker Bundes am Freitag (2. Februar) vor der Presse in Münster.

Genau an diesem Punkt setzt der Betroffenentag der Messe "Diabetes 2007" am 25. Februar in der Halle Münsterland an. Von 9 bis 17 Uhr berichten Ärzte, Ernährungsberater und Pflegeexperten in verschiedenen Vorträgen und Workshops unter dem Motto "informieren, denken, handeln" über die Stoffwechselerkrankung.
  • Welches Insulin ist für wen sinnvoll?
  • Wie muss ich meine Ernährung umstellen?
  • Was ist bei einer Unterzuckerung zu beachten?
  • Welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es?
  • Beeinträchtigt der Diabetes meine Sexualität?
  • Was muss ich im Straßenverkehr bei Diabetes beachten?
Zu all diesen und noch weiteren Fragen geben die Experten auf der "Diabetes 2007" Antworten.

Dass beim Diabetes noch eine Menge Handlungsbedarf besteht, zeigen Statistiken, die von einer hohen Dunkelziffer derjenigen ausgehen, die Diabetes haben, aber nichts von ihrer Krankheit wissen. Die Folgen für jeden Einzelnen und das Gesundheitswesen sind fatal: "Wir geben 16 Milliarden Euro jedes Jahr für Diabetes aus, davon zwölf Milliarden für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Fußamputationen", kritisierte Hadder.

Dabei gibt die Gesundheitsreform laut Hadder wenig Anlass zur Hoffnung. Die Budgetierung der Ärzte nehme immer paradoxere Züge an. So ständen derzeit die Bezahlung von Insulin-Analoga und Teststreifen in Frage. Deswegen möchte der Deutsche Diabetiker Bund in Münster ein Zeichen setzen. Um 12 Uhr startet eine Menschenkette auf dem Gelände der Halle Münsterland. Sie wird angeführt vom Ehrenspielführer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Uwe Seeler. "Mit der Insulinkette wollen wir demonstrieren, dass die derzeitige Gesundheitspolitik in die falsche Richtung geht", betonte Hadder, der alle Besucher der Diabetes auffordert, sich an der Aktion zu beteiligen.

Neben der Insulinkette nimmt Uwe Seeler um 11 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Der Patient als Opferlamm der Bürokratie teil", bei der Experten und Betroffene ihre Probleme schildern.


Während der begleitenden Messe präsentieren Pharmahersteller ihre neusten Produkte für Diabetiker, vom Blutzuckermessgerät bis zur Insulinpumpe. Um 10.30 Uhr können die Besucher einen Schnupperkurs in Nordic Walking erleben. Wie man als Diabetiker seine Muskeln richtig trainiert, wird um 14 Uhr vorgeführt. Zudem gibt es Gesundheitschecks und Blutzuckermessungen.

Fachleute bieten vor Ort Fußuntersuchungen an. Unter dem Motto "Treffen Sie den Experten" stehen Ärzte für persönliche Fragen am Stand des DDB zur Verfügung. Wie man gesund und dennoch lecker kocht, demonstriert der Küchenmeister Klaus-Wilfried Meyer, Leiter der Ernährungstherapie der Städtischen Kliniken Bielefeld.

Bei allen Aktionen und Vorträgen geht es darum, den Patienten möglichst umfassend über die sich rasant ausbreitende Volkskrankheit aufzuklären. Hadder: "Nur ein gut informierter Patient kann einfordern, was für Ihn gut und richtig ist."

Weitere Informationen im Internet unter www.diabetes-messe.com

[05.02.2007] Quelle: www.halle-muensterland.de

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