Unverändert guter Appetit auf Backwaren
Mehr Brot und Vollkorn auf der Wunschliste - Für den Brotkorb alles im grünen Bereich
Der Appetit auf Brot und Backwaren ist bei den Bundesbürgern weiterhin ungebrochen. Die deutschen Mühlen haben im
abgelaufenen Jahr 2005 rund 5,6 Mio. Tonnen Mehle und Schrote aus Weizen und Roggen für die Verwendung in Deutschland
hergestellt. Auf dieser Grundlage ergibt sich hochgerechnet ein durchschnittlicher Pro-Kopf-Verbrauch der Bundesbürger
von 236 Gramm pro Tag bei Brot, Brötchen, Kleingebäck und verwandten Produkten - aufs Jahr gerechnet sind das 86,3
kg. Im Vergleich zum Vorjahr (86,2 kg) ist damit der Konsum auf hohem Niveau stabil geblieben.
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist für die meisten Bevölkerungsgruppen eine Steigerung des
Brotverzehrs wünschenswert, denn unsere Brotvielfalt liefert Nährstoffvielfalt. Hintergrund ist der damit erzielbare
Gesundheitsnutzen, der durch den hohen Anteil von Getreideprodukten an der Versorgung mit Stärke-Kohlenhydraten,
pflanzlichem Eiweiß, Mineral- und Ballaststoffen sowie Vitaminen der B-Gruppe begründet ist, insbesondere bei noch
stärkerer Berücksichtigung von Vollkornprodukten.
"Damit sind Nährwert, Vielseitigkeit, Geschmack und Gesundheit leicht auf einen Nenner zu bringen", sagt
GMF-Ernährungswissenschaftler Dr. Heiko Zentgraf: "Deshalb gilt für den täglichen Brotverzehr das Motto:
Fünf Portionen, die sich lohnen."
Zudem können die Deutschen mit gutem Gewissen in den Brotkorb greifen, denn die Rückstands- und Schadstoffbelastung
des einheimischen Getreides ist sehr niedrig. Das zeigen die im Dezember veröffentlichten Ergebnisse aus
langjährigen Qualitätsuntersuchungen bei Brotgetreide, die von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung
und Lebensmittel (BfEL, Detmold) durchgeführt wurden: Bei Brotgetreide ist erfreulicherweise praktisch alles im
"grünen Bereich".
[11.01.2006], Quelle: Getreide-, Markt- u.
Ernährungsforschung
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