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Diabetischer Fuß
Früherkennung schützt vor Amputation
Bei entsprechender Prävention ließe sich die Zahl der Amputationen bei Diabetikern um 45 bis 85 Prozent senken - und damit Leid wie auch Folgekosten dramatisch verringern.
In Untersuchungen aus Skandinavien, die alle Versorgungsebenen einbezogen - Hausarzt, Schwerpunktpraxis, Fußambulanz, spezialisierte Fußstation - konnte die Rate an Ober- und Unterschenkelamputationen um 45 bis 85 Prozent reduziert werden, erläuterte Prof. Dr. Maximilian Spraul aus Rheine in Hannover. Das ist brisant, denn: In Deutschland stagniert die Zahl der Amputationen auf hohem Niveau.
Nach einer aktuellen Analyse der Krankenkassen nahmen deutsche Krankenhäuser im Jahr 2001 ca. 43500 Amputationen vor, davon zwei Drittel (29000) bei Diabetikern. Hinzu kamen fast 4000 Revisionen von Amputationsstümpfen.
Neuropathische Risikopatienten identifizieren und schulen!
Der erste Präventionsschritt muss im jährlichen Screenen aller Patienten mit Diabetes mellitus auf das Vorliegen einer Neuropathie und/oder Makroangiopathie liegen, forderte Spraul. Die so identifizierten Risiko-Patienten müssten dringend in den notwendigen Vorbeugemaßnahmen geschult und beraten werden.
Kernpunkte der Schulung sind
- die tägliche Fußinspektion,
- die adäquate Fußpflege
- das Tragen von geeignetem Schuhwerk.
Jede zweite initiale Läsion entsteht durch ungeeignete Schuhe. "In Deutschland gibt es die meisten orthopädischen Schumacher, aber bei der Fußpflege sind wir Schlusslicht", so Prof. Spraul.
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[26.08.2004], Redaktion: R. Schlenger
Quelle: "Diabetes und Folgeerkrankungen: Neue Strategien in der Prävention"
Industriesymposion von B.Braun / Melsungen und ratiopharm 2004
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