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Latenter Nährstoffmangel

Der Nährboden für moderne Zivilisationskrankheiten

Nimmt man zu wenig Nährstoffe (z.B. Vitamine) zu sich, so kommt es relativ schnell zu Mangelerscheinungen. Insbesondere Organe und Gewebe mit einer hohen Stoffwechselaktivität, wie das Herz, das Gehirn, der Magen-Darm-Trakt und die blutbildenden Gewebe des Knochenmarks sind anfällig für einen Nährstoffmangel.

Dabei entwickelt sich ein Nährstoffmangel schleichend. Der latente Mangel (Unterversorgung) äußert sich in unspezifischen Symptomen wie Infekt- und Stressanfälligkeit (z.B. Vitamin C, Magnesium) sowie in eingeschränkter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit (z.B. B-Vitamine).

Da diese Symptome sehr unspezifisch sind, werden sie in der Regel vom Arzt nicht richtig eingeordnet. Um den latenten Mangel exakt zu erfassen, müsste der Arzt die Aktivität nährstoffabhängiger Enzyme oder Stoffwechselprodukte (z.B. Homocystein) im Labor bestimmen lassen.

Erst bei zunehmendem Mangel treten spezifische Symptome auf. Wird in diesem Stadium der Mangel nicht ausgeglichen, so werden Organe unwiderruflich geschädigt, was im Fall von Vitamin C zur schwerer Herzschädigung mit Todesfolge führen kann.

Echte Nährstoffmangelkrankheiten sind in den westlichen Industrienationen selten, latente Mangelzustände mit verschwommenen Symptomen wie Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, körperlicher und geistiger Leistungsabfall sind dagegen häufig.

Von latentem Mangel an Vitaminen und anderen Mikonährstoffen sind vor allem Schulkinder, stark beruflich beanspruchte Frauen und Männer, Raucher, Sportler, Schwangere, ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Personen, die regelmäßig Arzneimittel einnehmen betroffen. Der latente Nährstoffmangel ist der Nährboden unserer modernen Zivilisationskrankheiten!


 
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