Fertilität
(Fruchtbarkeit) Gemeint ist die Fähigkeit des Mannes Kinder zu zeugen, bzw. der Frau schwanger zu werden.
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Fett
Chemisch handelt es sich bei Fett um eine Verbindung von Glycerin und Fettsäuren. Fett ist als Nahrungsbestandteil ein wichtiger Kalorienlieferant und hat im Organismus eine Fülle von Funktionen: Energiebevorratung und Energiebereitstellung (1 g Fett liefert 9,3 kcal.), Wärmeisolation usw. Eine der herausragenden Funktionen des Körperfettes ist die eines Energiedepots: in Zeiten von Überernährung wird vermehrt Fett gespeichert, wobei nicht nur das mit der Nahrungsaufnahme aufgenommene Fett in die Speicher gelangt, sondern auch im Übermaß aufgenommene Kohlenhydrate in Fett umgewandelt und gespeichert werden. Umgekehrt wird bei vermindertem Kalorienangebot Depotfett abgebaut und als Energiereserve benutzt. Eine besondere Situation ist bei Insulinmangel gegeben. Hierbei kann die vorhandene Glukose nicht als Energieträger genutzt werden. In diesem Falle bedient sich der Organismus seines Depotfetts als Energieträger. Verstärkter Abbau von Fett führt auch zu einem verstärkten Anfall der Fettabbauprodukte wie Ketonkörper (z.B. Aceton).
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Fettleber
Leber mit erhöhtem Fettgehalt durch vermehrte Fettspeicherung in den Leberzellen. Die Leber neigt unter dem Einfluß schädigender Substanzen (Alkohol, Medikamente) sowie bei Vorhandensein bestimmter Stoffwechselerkrankungen (wie Diabetes) zu vermehrter Leberzellverfettung. Die Entstehung einer Fettleber bei Diabetes wird vor allem durch eine schlechte Diabeteseinstellung, aber auch durch gleichzeitiges Vorliegen von Übergewicht begünstigt.
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Fettsäuren
Wichtiger Bestandteil der Fette. Fettsäuren sind Kohlenstoffverbindungen, die zur Bildung der Fette mit Glycerin reagieren: je nach der chemischen Formel werden gesättigte und ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Ungesättigte Fettsäuren kommen in pflanzlichen Fetten in höherer Konzentration vor als in tierischen. Essentielle Fettsäuren sind solche, die der Säugetierorganismus nicht selber herstellen kann und somit von außen zugeführt
werden müssen. Enthält die Nahrung die essentiellen Fettsäuren nicht in ausreichender Menge (eine solche essentielle Fettsäure ist z.B. Linolsäure), so kommt es zu Mangelerscheinungen.
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Fettsucht
(= Adipositas) Deutliche Vermehrung des Fettgewebes und dadurch bedingtes Übergewicht. Die Fettsucht ist in den seltensten Fällen Folge einer "gestörten Drüsentätigkeit", womit eine übermäßige Hormonbildung gemeint ist. In der Regel ist sie durch eine überhöhte Kalorienzufuhr bedingt. Zweifellos besteht bei der Neigung zu Übergewicht in manchen Familien ein erblicher Faktor (der Volksmund spricht von "guten und schlechten Futterverwertern"), daher sollte bei familiärer Neigung frühzeitig auf das Körpergewicht geachtet werden. Übergewicht ist eine ganz wesentliche Ursache für die Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2. Warum dies so ist, ist bislang nicht eindeutig geklärt.
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Fettsynthese
Aufbau körpereigener Fette aus den hierzu erforderlichen Grundbestandteilen.
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Fluoreszenzangiographie
Darstellung der Gefäße des Augenhintergrundes durch fluoreszierende Substanzen. Hierbei wird Fluorescein in eine Armvene gespritzt und der Durchfluß der Substanzen durch die Netzhautgefäße beobachtet. Mit dieser Methode lassen sich vor allem diabetische Frühschäden an der Netzhaut gut erfassen.
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Enzyme
Eiweißkörper, die für die Steuerung biochemischer Reaktionen unabdingbar notwendig sind. Enzyme fördern oder hemmen eine Vielzahl von biochemischen Abläufen im Organismus und wirken dadurch steuernd.
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Fokus
(lat.: Brennpunkt) Im medizinischen Sprachgebrauch wird mit Fokus ein Krankheitsherd bezeichnet, von dem aus Infektionen streuen können. Führt z.B. eine Entzündung der Rachenmandeln oder ein vereiterter Zahn zur Ausbreitung von Keimen oder von ihnen produzierter Giftstoffe in den Gesamtorganismus, so wird der Herd am Zahn als Fokus bezeichnet. In diesem Fall ist immer die Herdbeseitigung erforderlich: der Fokus wird "saniert".
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Fructosamin
Zuckerbeladene Eiweißbestandteile von Blut und Gewebe. Die Fructosaminbildung erfolgt in Abhängigkeit von der jeweiligen Blutzuckerhöhe: Je höher der Blutzucker um so höher die Konzentration an Fructosamin. Der Abbau der verzuckerten Eiweiße erfolgt in einem Zeitraum bis zu drei Wochen. Somit läßt sich aus der Höhe des Fructosaminspiegels ein Rückschluß auf die mittleren Blutzuckerspiegel der vergangenen drei Wochen ziehen. Ähnlich wie bei HbA1 bzw. HbA1C (siehe dort) kommt dem Fructosamin somit die Funktion eines "Blutzuckergedächtnisses" zu. Die Fructosaminbestimmung überblickt dabei einen kürzeren Zeitraum (bis zu drei Wochen) im Gegensatz zur HBA1-Bestimmung (bis zu drei Monaten). Der Normalbereich der Fructosaminkonzentration liegt bei 1,9-2,7 mmol/l. Für eine schlechte Blutzuckereinstellung während der letzten drei Wochen spricht eine Fructosaminkonzentration über 3,5 mmol/l.
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(D-) Fruktose
(= Lävulose) = Fruchtzucker: Kommt unter anderem in Früchten und Honig und zusammen mit Glukose im Haushaltszucker vor. Wird z.T. über Glukose in Glykogen (einer Speicherform des Zuckers) umgewandelt, z.T. aber auch direkt verstoffwechselt. Zählt (zusammen mit Xylit und Sorbit) zu den Zuckeraustauschstoffen, da zu seiner Verstoffwechslung im Gegensatz zu
Glukose nur wenig Insulin benötigt wird. Bei der Berechnung der Broteinheiten (BE) muß Fruktose allerdings mitgerechnet werden.
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Fruktoseintoleranz
Unverträglichkeit von Fruchtzucker. Seltene erbliche Störung des Fruktosestoffwechsels, wobei durch einen Stoffwechseldefekt Fruktose nur unzureichend abgebaut wird. Hieraus resultiert ein erhöhter Fruchtzuckergehalt des Blutes, der seinerseits die Verstoffwechselung der Glukose stört. Als Folge hiervon resultieren Unterzuckerungen (Hypoglycämien).
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Furunkel
Eitrige, durch Bakterien hervorgerufene Entzündung des Haarbalges und seiner Umgebung. Die Entstehung von Furunkeln wird durch Diabetes begünstigt.
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Furunkulose
Hauterkrankung, die durch das gleichzeitige Auftreten mehrerer
Furunkel gekennzeichnet ist. Oft wird beim Vorliegen eines Furunkels das Entstehen weiterer Entzündungen durch Schmierinfektionen begünstigt. Häufig befallene Körperteile sind Nacken und Rücken. Beim Vorliegen eines Furunkels bzw. einer Furunkulose kann vorübergehend die Diabeteseinstellung schlechter werden.
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