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Insulinresistenz
- verminderte Insulin-Reaktion von Körperzellen

Insulin gibt den Körperzellen (Skelettmuskulatur, Fettgewebe und Leber) das Signal, Zucker (Glukose) aus dem Blut aufzunehmen und zu verarbeiten. Bei einer Insulinresistenz ist die Weiterleitung dieses Signals gestört.

Die Körperzellen ignorieren das Insulin-Signal, so dass Insulin nicht mehr ausreichend wirken kann. Die Neigung zur einer Insulinresistenz wird vererbt. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat entsprechende Erbfaktoren. Dies hat aber nicht automatisch zur Folge, dass es zu einer Insulinresistenz kommt.

Auslösende Faktoren, wie Bewegungsmangel und Übergewicht müssen hinzukommen. Auch mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Insulinresistenz.

Die Insulinresistenz entwickelt sich meist langsam. Dies hat zur Folge, dass der Zuckerspiegel meist unbemerkt im Blut ansteigt. Oft beginnt eine messbare Zuckerstoffwechselstörung mit leicht erhöhten morgendlichen Nüchernblutzuckerwerten.


Ab einem Wert von 90 mg/dl (Messung am Finger) spricht man von einem gestörten Nüchernblutzucker, ab Nüchernwerten von 110 mg/dl handelt es sich um einen beginnenden Diabetes. Eine Insulinresistenz besteht deshalb häufig schon viele Jahre, bevor ein Typ-2-Diabetes erkannt oder ein "Metabolisches Syndrom" diagnostiziert wird.

Quelle: Dr. med. Günther Limberg



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