So kam ich zur Insulinpumpe
Mein Name ist Jörg, ich bin jetzt 30 Jahre und mein Typ-1-Diabetes wurde im Juni 2001 erkannt.
Als ich im Juni 2001 im Kreiskrankenhaus meiner Heimatstadt mit meinem Typ-1-Diabetes konfrontiert wurde, brach für mich eine Welt zusammen. Es gab so viel Neues und eigentlich nichts Gutes.
Es gab auf der Station eine Schwester, die sich ziemlich intensiv um mich kümmerte. Dabei erfuhr ich, dass sie auch Diabetes Typ 1 hatte. Das war für mich der erste Lichtblick bei meiner Krankheit, denn sie kam sichtlich gut zurecht und strotzte vor Lebensmut.
Aus den Gesprächen mit ihr erfuhr ich, dass sie schon seit 12 Jahren Diabetes hatte und seit 3 Jahren eine Pumpe trug. Ihre Schilderung über die Veränderung in ihrem Leben durch die Pumpe machte mich superneugierig.
Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde und meinen ersten Termin bei meiner Diabetologin hatte, fragte ich natürlich auch nach einer Pumpe für mich und wurde vorerst enttäuscht.
Sie sagte mir, dass ich mich zuerst meiner neuen Situation stellen und vor allem mit der ICT richtig zurecht kommen muss (bis dahin wird mindestens ein Jahr vergehen). Das machte ich mir zur Aufgabe und merkte, dass es schwerer war als angenommen.
Im Januar 2003 war es dann soweit, endlich. Bis dahin hatte ich meinen HbA1c zwischen 5,5 und 6,5% stabil. In der vergangenen Zeit hatte ich alles genutzt, um mich über Pumpen und die damit verbundene Therapie zu informieren. Aus diesen Informationen wurde mir bewusst, dass eine Insulinpumpe für mich ein super Helfer sein könnte, um die noch vorhandenen Probleme zu lösen, wie z.B. allgemeine über den Tag auftretende Gefühlsschwankungen, Probleme bei spontanen sportlichen Aktivitäten, Probleme beim Wechsel der Belastung bei der Arbeit u.v.m.
Nach einem Jahr mit meiner Insulinpumpe kann ich für mich festhalten:
Durch Ausprobieren und Testen habe ich meine Probleme jetzt super im Griff. Es gibt wie im Leben auch immer wieder neue Sachen, die Probleme bereiten. Bis jetzt muss ich sagen, dass durch die Vielfalt der Möglichkeiten, die die Pumpe bietet, jedes Problem nur ein Klacks war (mein HbA1c war jetzt ständig kleiner 6,0%).
Jörg H.