Diabetes im Kindes- und Jugendalter
Der Diabetes im Kindes- und Jugendalter verläuft in unterschiedlichen Phasen.
Initialphase
Die ersten klinischen Auffälligkeiten bei Kindern sind vermehrtes Durstgefühl und vermehrtes Wasserlassen und Gewichtsverlust. Je nachdem wie schnell die Erkrankung erkannt wird, kann das Kind nur wenige Beschwerden haben. Wird dies zu spät festgestellt, kann jedoch das Kind in ein Koma fallen. Bei 80 Prozent der Kinder dauert es ungefähr 3 Wochen, vom Auftreten der ersten Beschwerden angerechnet, bis festgestellt wird, dass es ein Diabetes mellitus Typ 1 hat.
Remissionsphase
2 bis 3 Tage nach Beginn der ersten Insulinbehandlung benötigt das Kind dann wesentlich weniger
Insulin als in den ersten Tagen, um den Blutzucker in normale Bereiche zu senken. Eine weitere Verminderung des Insulinbedarfs stellt sich nach 1 bis 3 Wochen ein. Die benötigte Menge an Insulin kann sehr niedrig werden. Diese Phase kann nur wenige Wochen, Monate oder auch mehrere Jahre dauern. Diese Phase ist sehr wichtig, um die Kinder und die Eltern zu schulen. Diese Phase bedeutet jedoch nicht, dass die Erkrankung wieder ausheilen kann.
Dauerphase
Nach Beendigung der Remissionsphase steigt der Insulinbedarf des Kindes stark an. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sich dann ein vollständiger Insulinmangel einstellt. Die Inseln produzieren selbst kein Insulin mehr.
Pubertätsphase
Während der Pubertät kann es zu starken Schwankungen der Stoffwechsellage kommen. Der Insulinbedarf steigt an und die Schwankungen sind weder für das Kind noch für die Eltern nachvollziehbar. In dieser Phase ist die Einstellung des Patienten meist besonders schwierig. Der Patient lehnt die Erkrankung oft ab und vernachlässigt die notwendige Behandlung.
Adoleszenzsphase
Nach Beendigung der Pubertät kommt es zu einer Beruhigung des Stoffwechsels. In dieser Zeit geht der Insulinbedarf zurück. In dieser Phase ist besonders zu beachten, dass die Insulinmenge reduziert wird. Sonst kommt es zu einer starken Gewichtszunahme, da die Insulinmenge und die tägliche Energiezufuhr dauerhaft oberhalb des eigentlichen Bedarfes liegen.
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