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Diabetes mellitus Typ 1

Die Erkrankung Diabetes Mellitus kann in zwei große Gruppen eingeteilt werden:

  • Diabetes mellitus Typ 1, dieser kommt seltener vor. Von den an Diabetes Erkrankten ist lediglich jeder 20. ein Typ 1.
  • Der Diabetes mellitus Typ 2 kommt weit häufiger vor.

Was passiert bei Diabetes mellitus Typ 1 im Körper?

Die Bauchspeicheldrüse sondert eine Flüssigkeit in den Darm ab, die die Nahrung so zerlegt, dass sie über die Darmschleimhaut aufgenommen werden kann. In der Bauchspeicheldrüse befinden sich viele kleine Drüsen, die sogenannten Langerhans'schen Inseln, die mit der Verdauungsfunktion gar nichts zu tun haben. Diese Inseln sind für die Produktion von Hormonen zuständig unter anderem für die Produktion von Insulin.


Insulin wird vom Körper benötigt, damit die Glukose, die über die Nahrung aufgenommen wird, in Energie umgewandelt werden kann.

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Erkrankung, bei der die Langerhans'schen Inseln zerstört sind, d.h. es wird kein Insulin mehr produziert. Die Ursache, warum die Inseln zerstört werden, ist nicht genau bekannt. Man weiß, dass das eigene Abwehrsystem, welches normalerweise in den Körper eindringende Bakterien und Viren abtötet, plötzlich beginnt, die Inseln zu zerstören.

Was sind äußere Anzeichen beim Diabetes mellitus Typ 1?

Diese Erkrankung tritt meistens bei Kindern und Jugendlichen auf, in seltenen Fällen können jedoch auch Erwachsene am Diabetes mellitus Typ 1 erkranken. Beim Typ 1 tritt der Insulinmangel plötzlich auf, er führt zu schnell und stark ansteigenden Blutzuckerspiegeln und verursacht

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen

Beim Diabetes mellitus Typ 1 riecht die Atemluft nach Azeton (vergleichbar mit Nagellackentferner), der Patient hat eine angestrengte tiefe Atmung, seine Muskeln fühlen sich schwer an, er ist müde. Der Patient schwebt in akuter Lebensgefahr.

Warum ist bei Diabetes mellitus Typ 1 eine künstliche Insulinzufuhr nötig?

Bisher gibt es keine Möglichkeiten, die abgestorbenen Inseln wieder zur Insulinproduktion anzuregen. Daher ist bei Diabetes mellitus Typ 1 immer eine Insulinbehandlung erforderlich. Die Insulinbehandlung muss so erfolgen, dass der Patient normale Blutzuckerwerte bekommt. Mit einer modernen Insulintherapie ist dies in der Regel erreichbar.

Ist die Blutzuckereinstellung schlecht, treten nach ca. 10 Jahren Spätschäden auf, die die Augen, die Nieren, die Nerven, die Gefäße und somit auch das Herz betreffen. Durch diese Folgeschäden werden die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Patienten eingeschränkt. Bei guter Blutzuckereinstellung lässt sich dies vermeiden.




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