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So funktioniert die Blutdruckmessung


Das Prinzip ist ganz einfach.


Schritt 1


Schritt 2


Schritt 3

Den Blutdruck in der Schlagader kann man mit einer aufblasbaren Manschette, die an ein Druckmeßgerät angeschlossen ist, leicht bestimmen. Je nach Gerät wird die Messung am Oberarm oder am Handgelenk durchgeführt. Man erhält zwei Werte, den höheren, systolischen und den niedrigeren, diastolischen Wert.

Für die Messung wird zunächst die Manschette - in unserem Beispiel am Oberarm - angelegt und aufgepumpt. So überträgt sich der steigende Druck in der Manschette auf die Oberarmmuskulatur und schließlich auf die Schlagader im Arm, bis die Ader zusammengedrückt wird und kein Blut mehr hindurchfließt.

Wird langsam die Luft aus der Manschette abgelassen, fängt das Blut in der Schlagader in dem Moment wieder an zu strömen, in dem der Druck in der Ader genauso hoch ist wie in der Manschette. Bei jedem Herzschlag wird das Blut jetzt durch die eben noch zusammengedrückte Ader gepreßt. Diesen stoßartigen Blutfluß kann man mit dem Stethoskop als Klopfton hören. Bei Beginn des Klopftons entspricht der Druck in der Manschette dem höheren, systolischen Blutdruck.

Beim weiteren Druckablassen wird der Pulston langsam leiser. Sobald die Ader nicht mehr durch den Gegendruck der Manschette eingeengt ist, kann das Blut die Ader wieder ungehindert durchströmen, und der Klopfton verschwindet. In diesem Moment entspricht der Manschetten-Druck dem niedrigeren, diastolischen Blutdruck, der während des Erschlaffens des Herzens in der Schlagader herrscht.

So messen Sie zu Hause selbst

Mit den modernen Meßgeräten ist die Blutdruck-Selbstmessung gar kein Problem. Hier die wichtigsten Regeln:

Messen Sie stets im Sitzen, nachdem Sie sich einige Minuten ausgeruht haben.

Messen Sie immer am gleichen Arm. Legen Sie ihn bequem, leicht angewinkelt auf den Tisch auf, so dass die Manschette in Herzhöhe zum Liegen kommt.

Legen Sie die Manschette luftleer an. Das integrierte Stethoskop oder der elektronische Meßfühler sollte an der Arminnenseite, etwa 2,5 cm über der Ellenbeuge plaziert werden. Die Manschette soll direkt auf der Haut und mit leichtem Druck überall am Oberarm anliegen.

Pumpen Sie die Manschette auf, bis der Puls am Handgelenk verschwindet und anschließend noch weitere 20 mmHg. Lassen Sie dann den Manschettendruck langsam um 2 - 3 mmHg pro Sekunde ab.

Wenn Sie ein Gerät mit Stethoskop besitzen, merken Sie sich bei Beginn des Klopftons den systolischen Wert und bei Verschwinden des Klopftons den diastolischen Wert.

Elektronische Geräte registrieren diese Meßwerte automatisch.

Vollautomatische Geräte steuern außerdem den Pump- und Ablaßvorgang selbsttätig und brauchen nur durch einen Knopfdruck gestartet zu werden.

Wiederholen Sie die Messung nach 2 Minuten.
Für die Messung am Handgelenk gibt es vollautomatische Geräte. Wichtig ist, dass das Anzeigenfeld auf der richtigen Seite des Handgelenks liegt. Bei manchen Geräten muß die Anzeige auf der Innenseite des Handgelenks liegen, wo die Schlagader verläuft. Bei anderen Geräten liegt die Anzeige auf der Außenseite. Beachten Sie unbedingt die Angaben des Geräteherstellers. Auch bei der Handgelenkmessung muß die Manschette in Herzhöhe liegen. Dazu wird das Handgelenk auf die Brust gelegt oder auf einer Unterlage auf dem Tisch gelagert.

Mögliche Fehlerquellen

Sie sind nicht genügend entspannt.

Der Arm liegt nicht in Herzhöhe.

Die Manschette ist nicht über der Schlagader positioniert.

Der Arm wird nicht ruhig gehalten.

Zu langsames Aufpumpen

Zu schnelles Ablassen


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