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Was bedeutet eigentlich Bluthochdruck?


Blut fließt nicht, es wird gepumpt.



Über das verzweigte Adernsystem des Körpers versorgt das Blut alle Organe und Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Das Herz fungiert dabei als Antriebsmotor, indem es mit jedem Schlag das Blut in die Adern pumpt. So entsteht im gesamten Adernsystem ein Druck, der dafür sorgt, dass das Blut in Bewegung bleibt und auch die kleinsten Äderchen erreicht.

Die Höhe des Blutdrucks ist von der Stärke der Herztätigkeit abhängig und von der Muskelspannung in den Wänden der Adern. Je höher diese Wandspannung ist, desto enger sind die Adern und desto höher ist der Blutdruck.

Den Blutdruck in der Schlagader kann man mit aufblasbaren Manschetten, die an Druckmeßgeräte angeschlossen sind, am Oberarm oder am Handgelenk bestimmen.

Der Blutdruck wird in 2 Werten angegeben.
Der höhere, systolische Wert gibt den Druck an, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, wenn das Blut in die Schlagadern gepumpt wird. Systole
Der niedrigere, diastolische Wert gibt den Druck zwischen zwei Herzschlägen an, wenn das Herz nach dem Pumpvorgang erschlafft und sich wieder mit Blut füllt. In dieser Ruhephase ist der Druck in den Adern niedriger. Diastole
Wird bei einem gesunden Erwachsenen der Blutdruck in Ruhe gemessen, sollte der höhere, systolische Wert etwa bei 120 mmHg und der niedrigere, diastolische Wert bei etwa 80 mmHg liegen.

Wenn das Blut unter Hochdruck steht

Blutdruckschwankungen im Tagesverlauf sind ganz normal, denn der Druck in den Adern paßt sich den jeweiligen Aktivitäten an. Bei körperlicher Anstrengung, wenn Muskeln und Organe stärker mit Blut versorgt werden müssen, oder bei Aufregung schlägt das Herz schneller, und der Blutdruck steigt.

Darüber hinaus unterliegt der Blutdruck auch einem natürlichen Tagesrhythmus. Am frühen Vormittag und am späten Nachmittag ist er am höchsten. Nachts ist er am niedrigsten.

Wann ist der Blutdruck krankhaft erhöht?

Normaler Blutdruck
Nach neuesten Erkenntnissen sollte der Blutdruck im Ruhezustand auf Werte zwischen 120/80 und 129/84 mmHg absinken.

Hoch-Normaler Blutdruck
Die Ruhewerte liegen zwischen 130/85 und 139/89 mmHg. Wenn keine weiteren Erkrankungen vorliegen, ist das nicht so schlimm. Bei einem Diabetes (Zuckerkrankheit) oder bei einem schwachen Herzen kann der Arzt schon bei Hoch-Normalen Werten ein blutdrucksenkendes Medikament verschreiben.

Bluthochdruck (Hypertonie)
Der Richtwert von 140/90 mmHg wird auf Dauer überschritten.


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